FIS-Control MMI

Das FIS-Control MMI ermöglicht die Anzeige von vielfältigen Messwerten und Statusinformationen auf dem Display des MMI 3G (high oder plus).

Bereits unterstützte Fahrzeuge

Voraussetzung ist jeweils ein bereits vorhandenes MMI 3G (high oder plus) und ein Motorsteuergerät, das das UDS-Diagnoseprotokoll unterstützt).

Funktionen

Bedienung

Bedient wird das FIS-Control MMI über die Multifunktionstasten des Lenkrads.

Beschreibung

Die Besonderheit des FIS-Control MMI ist, dass es sich genau genommen um kein fertiges Produkt handelt, sondern um ein Gerät das nach Kundenwunsch flexibel konfigurierbar ist und per Software-Update erweiterbar ist. Es lassen sich prinzipiell alle Messwerte aus den Steuergeräten auslesen und anzeigen. Das Design der Rundinstrumente kann durch Austausch der Hintergrundgrafik und der Zeigergrafiken frei gestaltet werden.
Diese Flexibilität bedeutet allerdings auch, dass das FIS-Control MMI nicht sofort nach dem Einbau einsatzbereit ist. Über eine Android-App müssen zunächst die Firmware, die Grafiken für das gewünschte Design und eine Konfigurationsdatei auf das FIS-Control MMI übertragen werden. Das geht kabellos per Bluetooth.

Anleitung

Vor dem Kauf

Mit einem Diagnose-Tool (wie z.B. VCDS) ist zu prüfen, ob das Motorsteuergerät das UDS-Diagnoseprotokoll unterstützt.
Bei VCDS verbindet man sich dazu mit dem Motorsteuergerät. Links oben zeigt VCDS das Protokoll an. Dort muss "UDS" stehen. Andere Protokolle werden vorerst vom FIS-Control MMI nicht unterstützt.

Ist sichergestellt, dass das Steuergerät das UDS-Protokoll nutzt, kann geschaut werden ob das FIS-Control MMI für das verbaute Steuergerät bereits einen Datensatz hinterlegt hat.
Dazu lässt man sich mit VCDS über den Button "Erweiterte ID" den "ASAM Datensatz" und die "ASAM Datensatz Revision" anzeigen.
Unter https://www.fis-control.de/mmi.html kann man unter "ECU dataset" schauen, ob der entsprechende Datensatz schon im FIS-Control MMI vorhanden ist.
Nach Auswahl des "ECU dataset" werden die im Datensatz hinterlegten Messwert unter "Measurement value" aufgelistet. Sollte der Datensatz oder gewünschten Messwerte noch nicht verfügbar sein, können diese von mir nachgepflegt werden. Bitte einfach Kontakt mit mir aufnehmen (eMail-Adresse am Seitenende).

Lieferumfang

Einbau

Vor dem Einbau ist die Zündung auszuschalten und der Schlüssel abzuziehen.
Das FIS-Control MMI ist recht klein und kann unter der Headunit verbaut werden. Dazu ist mit dem beigelegten Entriegelungswerkzeug die Headunit aus der Mittelkonsole zu ziehen. Bitte dabei auf die Kabel der Frontblende achten. Diese muss man üblicherweise erst abstecken, bevor man die Headunit vollständig aus dem Schacht ziehen kann.
Der beigelegt rote Kabelsatz ist am CAN-Gateway zwischenzustecken. Das CAN-Gateway sitzt hinter dem Handschufach (Audi A4, A5, Q5) bzw. hinter der Fahrerfußraumverkleidung (Audi A1). Man zieht den roten Stecker am CAN-Gateway heraus. An dem Stecker ist eine Lasche, die man drücken muss, damit man den Stecker aus der Buchse ziehen kann. Dann steckt man das mitgelieferte Kabel zwischen Originalkabel und CAN-Gateway.
Die Kabelenden des Kabelsatzes muss man dann bis zur Mittelkonsole durchstecken.
Dort kann an sie an das FIS-Control MMI anstecken: Hinweis. Beim Audi A1 ist der Kabelsatz etwas knapp. Man vereinfacht sich den Einbau, wenn man den Kabelsatz erst nach Zusammenbau der Mittelkonsole am CAN-Gateway einsteckt.

Das vierpolige Kabel vom Display schließt man an des Anschluss "Display" vom FIS-Control MMI an. Die graue Buchse der Headunit, wird mit dem beiligenden Rosenberger-Kabel mit dem Anschluss "Headunit" des FIS-Control MMI verbunden.

Vor dem Einschieben der Headunit ist darauf zu achten, dass die Kabel so geführt sind, dass sie beim Einschieben nicht im Weg sind und nicht unter Zug geraten oder abgeknickt werden. Beim Einschieben keine zu große Kraft anwenden, sondern besser schauen, wo es klemmt.

Funktionstest

Nach dem Einbau kann die Zündung eingeschaltet werden. Es sollte für einige Sekunden ein Hinweis des FIS-Controls im MMI-Display zu sehen sein. Danach sollte die normale Anzeige der Headunit wieder erscheinen.

Konfiguration

Unter https://www.fis-control.de/mmi.html stehen eine Android-App und alle Dateien bereit, die auf das FIS-Control MMI übertragen werden müssen. Außerdem ist dort ein Konfigurator mit dem die Einstellungsdatei erzeugt werden kann.
Dort gibt es auch einen "Grafik-Konverter", mit dem sich aus eigenen PNG-Dateien die Hintegrund- bzw. Zeigerdatei für das FIS-Control MMI erzeugen lässt.
Sind Firmware, Grafiken und die Einstellungsdatei an das FIS-Control übertragen, ist es funktionsbereit.
Hinweis: Bei manchen Steuergeräten lassen sich statt 10 nur maximal 8 Messwerte gleichzeitig abfragen. Wenn das FIS-Control nach der Konfiguration keine Messwerte anzeigt, kann das die Ursache sein. Die Anzahl der genutzten Messwerte ist in diesem Fall auf 8 zu reduzieren.

Bedienung

Die Bedienung erfolgt mit den Tasten am Multifunktionslenkrad.
Durch Langdruck auf die MODE- bzw. MENÜ-Taste kann zwischen Headunit und FIS-Control umgeschaltet werden.
Mit der linken Walze kann zwischen den verschiedenen Ansichten gewechselt werden.

Bekannte Probleme und Einschränkungen

Einige Kunden haben berichtet, dass das Bild der Headunit nach dem Einbau des FIS-Controls gelegentlich am Flackern war. Eine genaue Ursache ist dazu bisher nicht bekannt. Aber das Problem ließ sich durch den Aus- und wieder Einbau der Headunit mit etwas geänderter Kabelführung beheben.

Nach Einbau des FIS-Control MMI bleibt das MMI-Display bei ausgeschalteter Zündung immer ausgeschaltet. Eine Anzeige der Headunit auch bei ausgeschalteter Zündung (so wie es normalerweise möglich ist) funktioniert nicht mehr.

Die vom FIS-Control MMI benutzten Multifunktionstasten behalten auch weiterhin ihre Funktion. Dadurch ändert sich beim Bedienen vom FIS-Control gleichzeitig die Anzeige im Tacho-Display und umgekehrt.

Solange das FIS-Control MMI sichtbar ist, liest es über den Diagnose-CAN Messwerte ein. Ein gleichzeitiges Benutzen der OBD-Schnittstelle (z.B. mit VCDS oder durch einen Diagnosetester in einer Werkstatt) führt zu Störungen und fehlerhaften Daten. Bevor man die OBD-Buchse nutzt ist also das FIS-Control auszublenden. Bitte vor einem Werkstattbesuch oder TÜV-Termin daran denken, den Autostart des FIS-Controls zu deaktivieren.

Stand: 03.10.2018