FIS-Control MMI und FIS-Control MIB

Das FIS-Control MMI/MIB ermöglicht die individualisierte Darstellung von vielfältigen Messwerten und Statusinformationen auf dem serienmäßigen Navi-Display.

Das FIS-Control MMI ist geeignet für folgende Fahrzeuge

Voraussetzung ist jeweils ein bereits vorhandenes MMI 3G (high oder plus) und ein Motorsteuergerät, das das UDS-Diagnoseprotokoll unterstützt).

Das FIS-Control MIB ist geeignet für folgende Fahrzeuge

Voraussetzung ist jeweils ein bereits vorhandenes MIB1 oder MIB2 mit einer Displayauflösung von 800x480 oder 400x240 Pixel und ein Motorsteuergerät, das das UDS-Diagnoseprotokoll unterstützt).

Funktionen

Bedienung

Bedient wird das FIS-Control über die Multifunktionstasten des Lenkrads.

Beschreibung

Die Besonderheit des FIS-Control ist, dass es sich genau genommen um kein fertiges Produkt handelt, sondern um ein Gerät, das nach Kundenwunsch flexibel konfigurierbar ist und per Software-Update erweiterbar ist. Es lassen sich prinzipiell alle Messwerte aus den Steuergeräten auslesen und anzeigen. Das Design der Rundinstrumente kann durch Austausch der Hintergrundgrafik und der Zeigergrafiken frei gestaltet werden.
Diese Flexibilität bedeutet allerdings auch, dass das FIS-Control nicht sofort nach dem Einbau einsatzbereit ist. Über eine Android-App müssen zunächst die Firmware, die Grafiken für das gewünschte Design und eine Konfigurationsdatei auf das FIS-Control übertragen werden. Das geht kabellos per Bluetooth.

Anleitung

Vor dem Kauf

Mit einem Diagnose-Tool (wie z.B. VCDS) ist zu prüfen, ob das Motorsteuergerät das UDS-Diagnoseprotokoll unterstützt.
Bei VCDS verbindet man sich dazu mit dem Motorsteuergerät. Links oben zeigt VCDS das Protokoll an. Dort muss "UDS" stehen. Andere Protokolle werden vorerst vom FIS-Control nicht unterstützt.

Ist sichergestellt, dass das Steuergerät das UDS-Protokoll nutzt, kann geschaut werden ob das FIS-Control für das verbaute Steuergerät bereits einen Datensatz hinterlegt hat.
Dazu lässt man sich mit VCDS über den Button "Erweiterte ID" den "ASAM Datensatz" und die "ASAM Datensatz Revision" anzeigen.
Unter https://www.fis-control.de/mmi.html kann man unter "ECU dataset" schauen, ob der entsprechende Datensatz schon im FIS-Control vorhanden ist.
Nach Auswahl des "ECU dataset" werden die im Datensatz hinterlegten Messwert unter "Measurement value" aufgelistet. Sollte der Datensatz oder die gewünschten Messwerte noch nicht verfügbar sein, können diese von mir nachgepflegt werden. Bitte einfach Kontakt mit mir aufnehmen (eMail-Adresse am Seitenende).

Lieferumfang

Einbau

Vor dem Einbau ist die Zündung auszuschalten und der Schlüssel abzuziehen.
Das FIS-Control ist recht klein und kann unter der Headunit verbaut werden. Dazu ist mit dem beigelegten Entriegelungswerkzeug (Achtung, scharfe Kanten: Verletzungsgefahr) die Headunit aus der Mittelkonsole zu ziehen. Bitte dabei auf die Kabel der Frontblende achten. Diese muss man üblicherweise erst abstecken, bevor man die Headunit vollständig aus dem Schacht ziehen kann.
Der beigelegt rote Kabelsatz ist am CAN-Gateway zwischenzustecken. Das CAN-Gateway sitzt hinter dem Handschufach (Audi A4, A5, Q5) bzw. hinter der Fahrerfußraumverkleidung (Audi A1). Man zieht den roten Stecker am CAN-Gateway heraus. An dem Stecker ist eine Lasche, die man drücken muss, damit man den Stecker aus der Buchse ziehen kann. Dann steckt man das mitgelieferte Kabel zwischen Originalkabel und CAN-Gateway.
Die Kabelenden des Kabelsatzes muss man dann bis zur Mittelkonsole durchstecken.
Dort kann an sie an das FIS-Control anstecken: Hinweis. Beim Audi A1 ist der Kabelsatz etwas knapp. Man vereinfacht sich den Einbau, wenn man den Kabelsatz erst nach Zusammenbau der Mittelkonsole am CAN-Gateway einsteckt.

Das vierpolige Kabel vom Display schließt man an des Anschluss "Display" vom FIS-Control an. Die graue Buchse der Headunit, wird mit dem beiligenden Rosenberger-Kabel mit dem Anschluss "Headunit" des FIS-Control verbunden.

Vor dem Einschieben der Headunit ist darauf zu achten, dass die Kabel so geführt sind, dass sie beim Einschieben nicht im Weg sind und nicht unter Zug geraten oder abgeknickt werden. Beim Einschieben keine zu große Kraft anwenden, sondern besser schauen, wo es klemmt.

Funktionstest

Nach dem Einbau kann die Zündung eingeschaltet werden. Es sollte für einige Sekunden ein Hinweis des FIS-Controls im MMI-Display zu sehen sein. Danach sollte die normale Anzeige der Headunit wieder erscheinen.

Konfiguration

Unter https://www.fis-control.de/mmi.html stehen eine Android-App und alle Dateien bereit, die auf das FIS-Control übertragen werden müssen. Außerdem ist dort ein Konfigurator mit dem die Einstellungsdatei erzeugt werden kann.
Dort gibt es auch einen "Grafik-Konverter", mit dem sich aus eigenen PNG-Dateien die Hintegrund- bzw. Zeigerdatei für das FIS-Control erzeugen lässt.
Sind Firmware, Grafiken und die Einstellungsdatei an das FIS-Control übertragen, ist es funktionsbereit.
Hinweis: Bei manchen Steuergeräten lassen sich statt 10 nur maximal 8 Messwerte gleichzeitig abfragen. Wenn das FIS-Control nach der Konfiguration keine Messwerte anzeigt, kann das die Ursache sein. Die Anzahl der genutzten Messwerte ist in diesem Fall auf 8 zu reduzieren.

Bedienung

Die Bedienung erfolgt mit den Tasten am Multifunktionslenkrad.
Durch Langdruck auf die MODE- bzw. MENÜ-Taste kann zwischen Headunit und FIS-Control umgeschaltet werden.
Mit der linken Walze kann zwischen den verschiedenen Ansichten gewechselt werden.

Bekannte Probleme und Einschränkungen

Nach Einbau des FIS-Control bleibt das MMI-Display bei ausgeschalteter Zündung immer ausgeschaltet. Eine Anzeige der Headunit auch bei ausgeschalteter Zündung (so wie es normalerweise möglich ist) funktioniert nicht mehr.

Die vom FIS-Control benutzten Multifunktionstasten behalten auch weiterhin ihre Funktion. Dadurch ändert sich beim Bedienen vom FIS-Control gleichzeitig die Anzeige im Tacho-Display und umgekehrt.

Stand: 15.12.2019